Valentinstag: Von Alt-Rom bis vor Ihre Haustür
Entdecken Sie die überraschende Geschichte, skurrile globale Traditionen und urkomische Geschenk-Pannen hinter dem weltweit verliebtesten Feiertag.
Von Märtyrern zur Ehe
Der Valentinstag geht auf das 3. Jahrhundert zurück, als ein Priester namens Valentin angeblich Kaiser Claudius II. trotzte, indem er heimlich junge Soldaten traute. Der Legende nach unterschrieb er einen Zettel an die Tochter seines Gefängniswärters mit "Von deinem Valentin" – ja, dieser Ausdruck hat Wurzeln, die 1.700 Jahre zurückreichen. Im Jahr 496 n. Chr. machte Papst Gelasius I. den 14. Februar offiziell, teilweise um das heidnische Lupercalia-Fest zu ersetzen. Aber hier ist der Clou: Der Feiertag hatte bis zum Mittelalter nichts mit Romantik zu tun.
"Wenn jeder Vogel dann seinen Partner wählt" – Geoffrey Chaucers Gedicht von 1382 verband den 14. Februar offiziell mit der Liebe.
Liebe rund um die Welt
Heute wird der Valentinstag weltweit gefeiert – na ja, fast überall. Zu den Top-Feiernden gehören die USA, Südafrika, Chile, Indien, die Türkei, Mexiko, Polen und China, wo Paare am 14. Februar kräftig feiern. Länder wie die Niederlande, Südkorea und Deutschland hingegen nehmen es eher gelassen. In einer US-Umfrage betrachten nur 30 % der Amerikaner den Valentinstag als "besonderen Anlass." Dennoch, diejenigen, die feiern? Die legen richtig los.
Der Valentinstag ist in den USA allein eine 26-Milliarden-Dollar-Industrie, wobei die Amerikaner 2023 durchschnittlich 193 Dollar pro Person ausgaben. Jährlich werden weltweit eine Milliarde Valentinskarten verschickt.
Wo Amor nicht willkommen ist
Nicht jeder steht auf Herzchen und Blumen. Mehrere Länder – vor allem mit konservativem islamischem Einfluss – haben Valentinstagsfeiern verboten oder entmutigt. Saudi-Arabien, Iran, Usbekistan, Malaysia, Pakistan und Teile Indonesiens schränken Valentinsfeiern ein oder verbieten sie ganz aus religiösen oder kulturellen Gründen. 2017 verbot das Obergericht in Islamabad Valentinsmedien und -veranstaltungen vollständig. Liebe mag universell sein, aber der Valentinstag? Nicht so sehr.
Die seltsamsten Valentinstagstraditionen der Welt
Wenn Sie denken, Ihre Valentinstagspläne seien einzigartig, warten Sie, bis Sie hören, was der Rest der Welt macht.
England: In Norfolk wachen Kinder am 14. Februar auf und finden Geschenke, die "Jack Valentine" hinterlassen hat – im Grunde ein romantischer Weihnachtsmann, der nachts Geschenke vor die Tür legt.
Japan und Südkorea: In Japan schenken Frauen am 14. Februar Pflichtschokolade an Chefs und Freunde sowie besondere Schokolade an romantische Interessen. Am 14. März (White Day) revanchieren sich die Männer. Aber warten Sie – in Südkorea wird am 14. April der Black Day gefeiert, an dem Singles schwarze Kleidung tragen und gemeinsam schwarze Bohnennudeln essen.
Skandinavien, China und Malaysia: In Dänemark und Norwegen schicken Männer anonyme, gereimte Liebesbriefe, die mit Schneeglöckchen verziert sind. In China tragen Rosen codierte Botschaften: 1 Rose bedeutet "mein Ein und Alles", 99 bedeutet "ewige Liebe" und 108 bedeutet "Heirate mich." In Malaysia schreiben Frauen ihre Telefonnummern auf Orangen und werfen sie in Flüsse, in der Hoffnung auf romantische Verbindungen.
Das Geschenk meistern (oder urkomisch scheitern)
Das perfekte Valentinstagsgeschenk zu finden, kann sich anfühlen wie das Navigieren durch ein Minenfeld.
Was man NICHT schenken sollte: Teddybären stehen ganz oben auf der Liste der schlechtesten Valentinstagsgeschenke – 21 % der Frauen und 27 % der Männer finden sie unromantisch und faul. Haushaltsgeräte? Noch schlimmer. Achtzehn Prozent der Frauen sagen, Staubsauger und Mixer töten die Romantik. Brettspiele und Wohnaccessoires schneiden ebenfalls schlecht ab. Nichts sagt "Ich liebe dich" wie ein Teddybär, der schreit "Ich habe das panisch an einer Tankstelle gekauft."
Valentinstag in Zahlen
Lehrer erhalten am 14. Februar mehr Valentinskarten als alle anderen (dank der Grundschultraditionen). Etwa 250 Millionen Rosen werden speziell für den Valentinstag gezüchtet. Die älteste erhaltene Valentinskarte stammt aus dem Jahr 1415, als Charles, Herzog von Orleans, seiner Frau aus dem Tower of London eine Liebesbotschaft schrieb. Auf den Philippinen ist der Valentinstag eines der beliebtesten Hochzeitsdaten – jedes Jahr geben sich Tausende Paare in Massenzeremonien das Ja-Wort.
Ob Sie nun ein extravagantes Date planen, handgemachte Karten mit Ihren Kindern austauschen oder allein mit einem Eisbecher feiern – der Valentinstag ist, was Sie daraus machen. Also nur zu: Schicken Sie die Karte, kaufen Sie die Rosen oder werfen Sie eine Orange in einen Fluss. Nur den Staubsauger sollten Sie vielleicht weglassen.